Tag des Denkmal mit Patricia Ortmann am 10. September

Pressebericht über unsere gestrige Veranstaltung am Keltentor am Krumbacher Kreuz. 

Keltentor 10.9.17

  • Das gemeinsame Ziel muss es sein, Biebertal voranzubringen und Lösungen zu finden.“ Mit diesen Worten fasste die unabhängige, von den Freien Wähler (FW) unterstützte Bürgermeisterkandidatin Patricia Ortmann die von ihr angestoßene Veranstaltung „Naherholung, Tourismus, Freizeitangebote in Biebertal“ am Tag des Denkmals zusammen. Unter dem Titel „Denk-mal-nach“ hatte Ortmann zum Keltentor am Fuße des Dünsbergs eingeladen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Mit seiner beeindruckenden Landschaft eigne Biebertal sich als Ziel für Wandern und Entspannen genauso wie für den Tagestourismus. Voraussetzung dafür sei allerdings ein Ausbau der Infrastruktur. „Das Radwegenetz ist nur unzureichend vorhanden, es gilt noch viele Lücken zu schliessen“, so Ortmann. So komme niemand nach Frankenbach oder Krumbach, ohne die mitunter stark befahrene Hauptstraße zu benutzen. Während der Woche bestehe so gut wie keine Möglichkeit, „hier und da mal eine Suppe oder ein belegtes Brötchen zu bekommen“. Selbst an den Wochenenden sei es schwierig, „eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen“. Was zudem fehle, seien Ladestationen für E-Mobilität. Überlegungen, einen Standort für Wohnmobile auszuweisen, um Menschen Urlaub in der Region zu ermöglichen, finden die ausdrückliche Zustimmung der Bürgermeisterkandidatin. „Im Tourismus liegen Arbeitsplätze und Einnahmen, auch wenn diese sich erst nach fünf Jahren bezahlbar machen“, wie Ehrenbürgermeister Günter Leicht erläuterte.
  • Mit Blick auf eine verträgliche Nutzung des Dünsbergareals und da im Besonderen die Radsportinteressen des AMC Rodheim-Bieber, bedürfe es nach Ortmanns Ansicht eines Impulses aus der Verwaltung. „Ich denke schon, dass die Gemeinde da aktiv werden muss. Die Initialzündung im Bereich Tourismus muss von dort kommen.“ Großes Verständnis zeigte die Kandidatin für die von Rainer Haus, 1. Vorsitzender des AMC, und Schatzmeister Michael Gerlach vorgetragenen Kritik, dass knapp zwei Wochen vor dem Dünsberg Marathon noch immer keine schriftliche Genehmigung für diese, weit über die Grenzen Biebertals bekannte Veranstaltungvorliege.
  • Inge Mohr, FW-Fraktionsvorsitzende, beklagte, dass ein Bürgermeister Thomas Bender vorliegendes Konzept des AMC für eine Übungsstrecke für Jugendliche vom März 2017, den Gemeindevertretern bis heute nicht vorgestellt worden sei. „Wir wollen den AMC in seiner Jugendarbeit unterstützen. Das brauchen wir hier in Biebertal, wenn wir attraktiv für junge Familien sein wollen. Ausserdem haben die Natursportstätten den großen Vorteil, daß für die Gemeinde keine Energiekosten entstehen“, betonte Mohr.

Referat von Günter Leicht zum Thema „Tourismus, Naherholung, Freizeitangebote“

im Rahmen einer FW-Infoveranstaltung am 10.9.2017 am Keltentor/Krumbacher Kreuz in Biebertal

Der Referent weist auf die Aussage des Geschäftsführers des Lahntal-Touristik-verbandes Herr Girsig anlässlich des Neujahrsempfangs der FW in Januar 2006 hin: „Das Gemeinwesen im Gleiberger Land ist eine Modellregion für den Touristikbereich mit Zukunft. Hier hat man frühzeitig erkannt, dem Tourismus eine Chance zu geben.“

Weiter führte er aus: „Der Tourismus im Lahntal generiert 450 Mio € Umsatz und 10.000 Arbeitsplätze.“

Diese Aussage kann für das Gleiberger Land nach 11 Jahren nicht ganz bestätigt werden.

Die Entwicklung im Gleiberger Land kommt nicht recht voran, obwohl inzwischen der Lahntalradweg mit Anbindung des Gleiberger Landes und der Kelten-Römer-Wanderweg eingerichtet und aktuell auch zertifiziert worden sind, dies aber überwiegend von übergeordneten Institutionen unter Beteiligung der Gemeinden.

Dass sich Engagement im Tourismus lohnt, zeigt die Tatsache, dass der Umsatz im Bereich Tourismus im Lahntal auf aktuell 745 Mi € gestiegen ist.

Es sollte Ziel für Biebertal und das Gleiberger Land sein, von diesem Kuchen ein Stückchen abzubekommen – kein Tortenstück, es reicht eine dicke Streusel von einem Streuselkuchen.

Gute Voraussetzungen sind in Biebertal und im Gleiberger Land gegeben: Touristische Highlights wie Dünsberg, Gail’scher Park, Vetzberg, Museum KeltenKeller, außerdem noch Gleiberg, Römerforum, Holz- und Technikmuseum, Heuchelheimer Seen. Dazu kommt noch die wunderschöne Mittelgebirgsnatur-landschaft. Alles Pfunde mit denen man wuchern kann.

Die Diskussion dreht sich schon seit Jahren um den Streitpunkt: „Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei“. Umgesetzt: Wer macht den ersten Schritt – die Kommune(n) oder die Gastronomie?

Hier ist zuerst die Kommune gefragt aber auch die Vereine, z.B. mit dem Bau bzw. der Ausbesserung der Radwege, der Pflege der Wanderwege und der Beschilderung, mit der Herausgabe von Werbematerial. Durch Zusammenarbeit mit Vereinen ist das bisher schon vorhandene tlw. vorbildliche ehrenamtliche Engagement auszubauen.

So können mit vergleichsweise geringen Haushaltsmitteln positive Effekte erzielt werden.

Es geht nicht um mehrtägigen Reise- und Bustourismus sondern um Wochenend- und Tagesausflügler aus dem Raum Mittelhessen. Ein Tagesgast lässt lt. Statistik 28 € in der Region, ein Pensionsgast um die 70 €.

Nicht zu vergessen ist der Mehrwert an Freizeitmöglichkeiten für die eigene Bevölkerung.

Z.B. wären regelmäßig stattfindende geführte Themenwander- und Radtouren mit ehrenamtlicher Begleitung ein erster Ansatz, das kümmernde Pflänzchen Tourismus wieder aufzupäppeln.

Unter Einbeziehung aller interessierten Gruppen und der Bevölkerung ist eine

wirksame Verbesserung zu erzielen. Man muss nur einen langen Atem haben.

  1. G. Leicht

SPEZIALISTEN VOR ORT

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